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Ereignisse allgemeinDer Urknall -> das ARPANETSchuld an allem ist Sputnik. Den schickten die Russen 1957 ins All und die Amerikaner waren sprichwörtlich schockiert. Da die Amerikaner diesen Vorstoß so nicht auf sich sitzen lassen wollten, reagierten sie 1958 mit der Initiative ARPA (Advanced Research Projects Agency). Darin beschäftigten sie sich intensiv mit dem Bereich der Datenübertragung und Kommunikation, um den Rückstand zur Sowjetunion wieder aufzuholen. Larry Roberts und J.C.R. Licklider beschrieben von da an Computernetze als die herausragende zukünftige Forschungsaufgabe. 1969 wurde dann der erste ARPANET Host, die UCLA (University of California Los Angeles), angeschlossen, kurz danach folgte das SRI (Stanford Research Institute). Die Hosts im ARPANET benutzten das NCP (Network Control Protocol), das erste Host-to-Host Protocol. Im gleichen Jahr schreibt die UCLA die erste Nachricht über dieses Netz an das SRI: ein „L“. Die ersten Worte, E-Mail und TCP/IPNachdem anfängliche Übertragungs- und Kapazitätsprobleme überwunden werden mussten, war 1971 die Geburtsstunde von zwei wichtigen Protokollen für die Grundanwendungen des ARPANET: FTP und Telnet. Schon kurz nachdem das FTP (File Transfer Protocol) veröffentlicht wurde, konnten die ersten Texte im Netz online zur Verfügung gestellt werden. Der allererste Text war die „Declaration of Independence“ der Vereinigten Staaten von Amerika. Telnet machte es möglich, auf entfernte Computer so zuzugreifen, als ob man direkt vor ihnen säße, man schrieb auf einem Terminal, das direkt mit dem entfernten Computer verbunden schien. Der Weg zum WWWMit dem Usenet (Unix User Network) etablierte sich 1979 ein weltweites elektronisches Netzwerk von Diskussionsforen, bestehend aus Newsgroups. Sehr schnell entstand auch eine Verbindung zwischen Usenet und ARPANET an der University of California, Berkley. Im gleichen Jahr wurde damit begonnen, ein weiteres Netz von nicht ARPANET-Nutzern an Universitäten aufzubauen. 1981 entstand daraus das von der National Science Foundation (NSF) unterstützte CSNET (Computer Science Network). Das Internet auf dem Sprung zum MassenmediumIm Jahr 1993 gab das CERN das WWW zur weltweiten, uneingeschränkten Nutzbarkeit frei. Mit der darauf folgenden rasanten Verbreitung des WWW wurde HTML schnell zur weltweit dominanten Auszeichnungs- und Hypertextsprache. HTML ermöglichte zunächst vor allem den einfachen Austausch von Forschungsergebnissen und anderen Dokumenten zwischen verteilten Arbeitsgruppen über das WWW. Ein Jahr nachdem 1994 der erste Internetprovider in nicht universitärem Umfeld entstand, gründeten Jim Clark und Marc Andreesen Netscape Communications. Sie entwickelten ihren ersten Browser, NSCA Mosaic, der auf einem Übertragungsprotokoll (SSL – Secure Sockets Layer) basierte, dass verschlüsselte Kommunikation mittels Tunneling ermöglichte. Auf die Markteinführung des Mosaic folgt später die Freigabe des Navigator 1.0. Browser revolutionierten das Internet: erst durch ihre einfache Handhabung wurde es für die breite Masse zugänglich, was dazu führte, dass schon bald die Zahl der kommerziellen Nutzer des Internets die Anzahl wissenschaftlicher Teilnehmer überstieg. 1994 wurde darüber hinaus das W3C (World Wide Web Consortium) am Computer Science Laboratory des MIT gegründet, das als Gremium zur Standardisierung WWW-basierter Techniken weiter zur leichteren Verbreitung beitrug. Seinen Vorsitz hatte T. Berners-Lee, der Erfinder des WWW. Schon bald wurden auch sehr populäre private Projekte massenhaft umgesetzt. Yahoo, entwickelt von den damaligen Stanford-Studenten Jerry Yang und David Filo, sammelte etwa interessante Hyperlinks im World Wide Web und legte diese hierarchisch auf ihrem Webserver ab. Aber auch ungeliebte Errungenschaften des Internet fanden einen frühen Start und so wurde am 12. April 1994 die erste Spam-Nachricht verschickt: um das Geschäft seiner Kanzlei anzukurbeln, schrieb der US-Anwalt Laurence Canter ein kleines Computerprogramm, das die Nachrichtenforen des noch jungen Netzes mit Werbung für seine Kanzlei bombardierte. Schockiert vom ungewohnten Kommerz antwortet ein Nutzer: „schickt Kokosnüsse und Spam an Canter & Co.". Spam, eine Abkürzung für "Spiced Pork and Ham", ist nichts anderes als Dosenfleisch. Die Idee, unkontrollierbaren Müll als Spam zu bezeichnen, beruht auf einem Sketch der britischen Komikertruppe Monty Python. Darin tritt ein Chor von Wikingern auf, der durch ein anschwellendes "Spam, Spam, Spam" jede Konversation übertönt - so wie auch die unerwünschten Werbebotschaften den normalen Nachrichtenaustausch im Netz überlagern. |
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